Habeck macht Hunger nach fossilen Energien für Preisanstieg verantwortlich

Nach Überzeugung von Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck ist der globale Hunger nach fossilen Rohstoffen die Hauptursache für den starken Anstieg der Öl-, Gas- und Strompreise. Ab 2023 werde die Abschaffung der Umlage gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hierzulande für eine Entlastung der Verbraucher zumindest beim Strompreis führen, zeigte sich der Vizekanzler heute beim Handelsblatt-Energiegipfel überzeugt. Über den Einmaleffekt durch die Senkung der EEG-Umlage hinaus rechnet Habeck zumindest langfristig mit einer Entspannung bei den Strompreisen, was er mit vergleichsweise günstigen Stromerzeugungskosten von Windkraft- und Photovoltaikanlagen begründete.
Derweil kratzen die Rohölnotierungen an einem Siebenjahreshoch. Heute Vormittag gegen 11 Uhr musste für ein 159-l-Fass der Nordseesorte Brent an der Londoner Terminbörse 87,41 $ (77 Euro) gezahlt werden. Noch mehr kostet Rohöl aus europäischen Herkünften zuletzt 2014. Damals hatten zeitweise sogar mehr als 100 $ (88 Euro) pro Fass bezahlt werden müssen. Marktanalysten gehen davon aus, dass sich die Rohölpreise kurzfristig wieder dreistelligen Werten annähern werden und verweisen zur Begründung auf den sich zuspitzenden Ukraine-Konflikt. Sollte Russland als Reaktion auf Sanktionsandrohungen noch im Winter seine Gaslieferungen Richtung Europa drosseln, dürfte sich auch Rohöl weiter verteuern.

Die höheren Rohölpreise haben zum Wochenauftakt auch die Rapspreise gestützt. An der europäischen Terminbörse Matif verteuerte sich der Augustkontrakt am gestrigen Handelstag unter dem Strich um 1,25 Euro auf 588,50 Euro/t, nachdem es zuvor mit den Notierungen zwischenzeitlich bis auf 580 Euro/t nach unten gegangen war. AgE


© 2022 RWG Rheinland eG
Kontakt: info@rwg-r.de - Datenschutz
Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren
OK