VEZG-Preis um 0,20 Euro nach unten gesetzt

Der mit der ersten bestätigten Infektion eines Wildschweines mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) befürchtete Druck auf den deutschen Schlachtschweinemarkt zeigt sich bereits. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) sah sich heute veranlasst, ihre Schlachtschweinenotierung wegen des großen Marktdruckes um 20 Cent auf 1,27 Euro kg Schlachtgewicht (SG) nach unten zu korrigieren. Die Preisempfehlung für das 25-kg-Ferkel wurde um 12 Euro auf 27 Euro/Stück gesenkt.
Zuvor hatte der Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV), Dr. Klaus Wagner, gewarnt, dass der ASP-Befund weitreichende Folgen für alle Schweinehalter hierzulande haben werde. Es sei zu befürchten, dass der Export und damit auch die Preise für Schweinefleisch einbrechen würden, da die meisten Staaten, wie China, nur Fleisch aus ASP-freien Ländern akzeptierten, so Wagner. Solch ein Preisverfall sei auch in Belgien die Konsequenz gewesen, nachdem dort im September 2018 die ASP bei einem Wildschwein bestätigt worden sei.

Südkorea hat als erstes Land die Einfuhr von Schweinefleisch aus dem Bundesgebiet untersagt. Damit scheinen sich die Befürchtungen der hiesigen Fleischwirtschaft vor einem Verlust zahlreicher Drittlandsmärkte zu bestätigen. Es sei davon auszugehen, dass kurzfristig die Lieferungen aus Deutschland in Märkte wie China, Japan und Südkorea vollständig zum Erliegen kommen, hatte der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) gestern in Bonn erklärt. Insbesondere Produkte, die hierzulande so gut wie nicht nachgefragt würden, seien von einem Exportstopp betroffen. AgE


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