Fleischwirtschaft rechnet mit Beeinträchtigung der Drittlandsexporte

Die heimische Fleischwirtschaft rechnet nach der ersten bestätigten Infektion eines Wildschweines mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland mit unmittelbaren Auswirkungen auf den Schweinefleischexport in Drittländer. Es sei davon auszugehen, dass kurzfristig die Lieferungen aus Deutschland in Märkte wie China, Japan und Korea vollständig zum Erliegen kommen, erklärte der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) in Bonn. Insbesondere Produkte, die hierzulande so gut wie nicht nachgefragt würden, seien von einem Exportstopp betroffen.
Dazu zählen laut VDF Pfoten, Ohren, Schwänzchen und Knochen. Diese Teilstücke würden in vielen Absatzmärkten als Delikatessen angesehen, und ihre Vermarktung trage zu einer nachhaltigen Nutzung und Wertschöpfung in der Fleischproduktion bei. Durch den Exportstopp könnten diese meist nicht mehr als Lebensmittel vermarktet werden. Infolge dessen sei mit "einer starken Beeinflussung" der Absatzströme des Schweinefleischmarktes zu rechnen.

Der Verband sieht es daher als unabdingbar an, dass neben einer effizienten Seuchenbekämpfung schnellstmöglich Vereinbarungen mit Drittländern zur Wiederaufnahme des Handels mit Schweinefleisch getroffen werden, damit aus den übrigen Regionen in Deutschland weiterhin Schweinefleisch exportiert werden könne. Zudem betonte auch der VDF, dass für den Menschen keinerlei Gefahr bestehe. Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnisse könnten weiterhin unbedenklich verzehrt werden. Auch für andere Haus- und Wildtiere stelle die ASP keine Gefahr dar. AgE


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