Deutschland importiert weniger Rapssaat

Die Bundesrepublik hat 2019/20 weniger Raps und Rübsen als im Vorjahr aus dem Ausland bezogen, wobei die Ukraine Frankreich vom ersten auf den zweiten Platz auf der Rangliste der wichtigsten Lieferanten verdrängte. Wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) heute in Berlin mit Verweis auf Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) und der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) mitteilte, führte Deutschland insgesamt 5,4 Mio t Raps und Rübsen ein; das waren 400 000 t oder 7 % weniger als 2019/20. Damit wurden allerdings immer noch mehr als 40 % des hiesigen Rapsbedarfs gedeckt.
Als Begründung für die negative Importentwicklung nennt die UFOP kleinere Ernten in einigen für die deutsche Rapsversorgung wichtigen EU-Staaten. Aus Ländern der Union wurden 2019/20 insgesamt 3,7 Mio t Raps und Rübsen importiert; das entsprach im Vorjahresvergleich einem Rückgang um 15 %. Wichtigster Lieferant innerhalb der EU blieb Frankreich. Allerdings wurden von dort nur 870 000 t bezogen, was im Vergleich zu 2018/19 und auch gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt ein Minus von 44 % bedeutete. Weniger Raps geliefert wurde unter anderem auch aus Rumänien, Tschechien und Belgien.

Laut der Förderunion wurden dagegen die deutschen Rapseinfuhren aus der Ukraine in der vergangenen Saison kräftig ausgeweitet, und zwar im Vergleich zu 2018/19 um mehr als ein Drittel auf 992 000 t. Der stärkste relative Anstieg wurde allerdings für Kanada verzeichnet, das 2019/20 rund 372 000 t Raps nach Deutschland lieferte, was mehr als dem Fünffachen der Vorjahresmenge entsprach. Die UFOP begründete dies mit der zunehmenden Ausrichtung des nordamerikanischen Landes auf den europäischen Markt als Reaktion auf dessen Handelsauseinandersetzungen mit China. AgE


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