EEX-Aprilfuture erholt sich etwas

An der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig hat sich der Kartoffelfuture mit Fälligkeit im April 2021 zum Beginn der laufenden Woche etwas erholt, bewegt sich aber immer noch auf einem sehr niedrigem Niveau. Heute gegen 13.05 Uhr wurde der Kontrakt für 5,70 Euro/dt gehandelt, nachdem am Donnerstag vergangener Woche noch ein neues Laufzeittief bei 5,40 Euro/dt markiert worden war.
Marktexperten begründeten die zuletzt freundliche Entwicklung am Kartoffelterminmarkt mit den Wetteraussichten für die kommenden Tage; die Meteorologen prognostizieren hohe Temperaturen und Trockenheit. Zuletzt hatten unter anderem die guten Wachstumsbedingungen auf den Kursen gelastet. Außerdem besteht nach Angaben des Agrarhandelsunternehmens Wilhelm Weuthen für freie Verarbeitungskartoffeln vorerst kaum Nachfrage. Neuerntige Ware werde teilweise sogar in alternative Verwertungsrichtungen vermarktet, denn einige Verarbeiter müssten bis Mitte August noch alterntige Vertragsware verarbeiten. Zudem befänden sich viele Tiefkühlverarbeiter und die großen Flockenwerke noch im Sommerstopp. Die Abwicklung der restlichen frühen Vertragsware für die Chipsindustrie werde sich bis Ende August hinziehen. Die Abrufe der Haupterntesorten dürften nicht vor September beginnen und erfolgten dann wahrscheinlich kontinuierlich bis Ende Oktober.

Niederländischen Analysten zufolge besteht weiterhin eine coronabedingte Unsicherheit am Markt. Die vorbeugenden Sicherheitsabstandsregeln dürften vorläufig weiter einzuhalten sein, so dass nicht mit einer Verbesserung der Absatzchancen im Außer-Haus-Geschäft zu rechnen sei. Zudem habe das Kartoffelareal der wichtigsten nordwesteuropäischen Erzeugerländer im Vorjahresvergleich etwas zugenommen, so die Marktexperten. AgE


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