Lebensmittelpreise gut 4 Prozent über Vorjahresniveau

Die Preise für Lebensmittel sind im Juni in Deutschland - gemessen am Vormonat - im Mittel stabil geblieben, lagen jedoch um durchschnittlich 4,4 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Einzelnen berichtete, erhöhten sich die Preise für Fleisch und Fleischwaren im Monatsvergleich um 0,3 %. Obst verteuerte sich um 0,9 %, während sich Gemüse um 2,4 % verbilligte. Damit lagen die Gemüsepreise im Schnitt nur um 1,4 % über dem Niveau von Juni 2019. Dagegen mussten die Verbraucher für Fleisch und Fleischwaren sowie Obst deutlich tiefer in die Tasche greifen als zwölf Monate zuvor; die betreffenden Preise legten im Mittel um 8,2 % beziehungsweise 11,1 % zu.

Die Inflationsrate belief sich im vergangenen Monat auf 0,9 %, wobei die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat Mai um durchschnittlich 0,6 % anzogen. Zu den Preisdrückern zählten weiterhin Heizöl und Kraftstoffe, die im Vergleich zu Juni 2019 um 26,5 % beziehungsweise 15,1 % niedriger lagen. Unter den Nahrungsmitteln stachen hier Speisefette und Speiseöle hervor, die sich im Durchschnitt um 3,6 % verbilligten. Hierin dürfte sich auch die schwächere Nachfrage nach Biodiesel widerspiegeln.

Ohne Berücksichtigung der Energieprodukte hätte die Inflationsrate im Juni 2020 nach den Berechnungen von Destatis bei 1,6 % gelegen, ohne Energieprodukte und Nahrungsmittel bei 1,3 %. Zu der Preiserhebung stellten die Wiesbadener Statistiker fest, dass die Corona-Krise nur zu wenigen Ausfällen geführt habe. Die Qualität der Ergebnisse sei gewährleistet. AgE


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