Landvolk rechnet allenfalls mit Durchschnittsernte an Getreide

In Niedersachsen wird nach Einschätzung des Landvolkverbandes in diesem Jahr bestenfalls erneut eine durchschnittliche Getreideernte zusammenkommen. Wie Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke bei der Getreiderundfahrt des Verbandes am vergangenen Donnerstag feststellte, kam der nötige Regen für die Winterkulturen zu spät. Dementsprechend enttäuschten Wintergerste und Weizen in Qualität und Ertrag.

"In den vergangenen Monaten hat es zwar etwas geregnet, aber dieses Frühjahr gehört zu den trockensten, das je verzeichnet wurde", erläuterte der Vorsitzende vom Landvolk-Ausschuss Pflanze, Karl-Friedrich Meyer.

In Nordwesteuropa habe sich ein Niederschlagsdefizit aufgebaut, das "auch wir in Niedersachsen vor uns herschieben", berichtete Meyer. Aktuelle Niederschläge seien für die Sommerkulturen wichtig; das Regendefizit bleibe aber bestehen. Das bekämen vor allem die Grünlandregionen und Milchviehhalter zu spüren, die kaum Futter für ihr Vieh einfahren könnten.

Nach Angaben des Landesbauernverbandes haben die niedersächsischen Landwirte den Anbau von Winterweizen zur Ernte 2020 im Vergleich zum Vorjahr um gut 10 % auf etwa 360 000 ha eingeschränkt. Die Sommerweizenfläche wurde hingegen um ein Drittel auf 5 200 ha ausgeweitet. Insgesamt ging der Getreideanbau in Niedersachsen um annähernd 20 000 ha auf 798 600 ha zurück. Das langfristige niedersächsische Ernteergebnis der Jahre 2013 bis 2018 gibt das Statistische Bundesamt für Getreide ohne Körnermais mit rund 4,8 Mio t an. AgE


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