Weniger Weizen aus der Ukraine erwartet

Die diesjährige Weizenernte in der Ukraine und die Exporte dieser Getreideart in der aktuellen Vermarktungssaison dürften kleiner ausfallen als bislang angenommen. Der agrardiplomatische Dienst (FAS) des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) veranschlagt die betreffende Produktionsmenge aktuell auf 24,7 Mio t Weizen; das wären 1,8 Mio t weniger als die jüngste USDA-Prognose vom Juni. Damit würde der 2019 erzielte Weizenproduktionsrekord um 4,4 Mio t oder 15,1 % verfehlt. Die US-Fachleute begründen ihre pessimistischere Einschätzung mit ungünstigen Witterungsbedingungen für den Winterweizen, vor allem auf der Krim und in der Region Odessa.

Deshalb zeigten sich die amerikanischen Experten in Kiew auch mit Blick auf die ukrainischen Weizenausfuhren 2020/21 weniger optimistisch als die Ministerialbeamten in Washington; nach ihrer Einschätzung dürfte das betreffende Volumen im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Mio t oder 24,9 % auf 15,4 Mio t schrumpfen. Die bisherige USDA-Exportvorhersage lag bei 17,5 Mio t Weizen. Die wichtigsten Zielländer für ukrainische Weizenlieferungen in den ersten drei Quartalen des abgelaufenen Wirtschaftsjahres 2019/20 waren dem FAS zufolge Ägypten mit 3,3 Mio t, gefolgt von Indonesien mit 2,6 Mio t und Bangladesch mit 2 Mio t. In der EU-27 vermarkteten die ukrainischen Exporteure in diesem Zeitraum 434 000 t Weizen, nach 812 000 t in der Vorjahresperiode. AgE


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