Große Handelskonzerne wollen Mehrwertsteuersenkung weitergeben

Die großen Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels wollen die im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets vorgesehene befristete Mehrwertsteuersenkung alle an die Kunden durchreichen. "Für uns ist es selbstverständlich, die steuerlichen Vorteile in Form von günstigeren Preisen an unsere Kunden weiterzugeben", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Edeka-Gruppe, Markus Mosa. Die Discounter-Tochter Netto wird nach eigenem Bekunden denselben Weg gehen. Die Preisvorteile würden vollumfänglich an die Kunden weitergegeben, so die Leiterin der Netto-Unternehmenskommunikation, Christina Stylianou.

Auch die Kunden der Schwarz-Gruppe sollen von den niedrigeren Verbrauchssteuern profitieren. "Wir werden alle Produkte des täglichen Bedarfs mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von 16 % anstatt 19 % und dem ermäßigten Satz von 5 % anstatt 7 % anbieten", kündigten der Geschäftsleitungsvorsitzende von Lidl Deutschland, Matthias Oppitz, und der Leiter Einkauf bei Kaufland Deutschland, Andreas Schopper, an.

Die Lebensmitteldiscounter Aldi Nord und Aldi Süd begrüßten die Bemühungen der Bundesregierung, die Verbraucher bei der Bewältigung der Corona-Krise zu unterstützen, ebenfalls. Wie ein Sprecher bestätigte, planen beide Unternehmen, die Steuersenkungen in Form von günstigeren Preisen an die Kunden weiterzugeben. Die genaue Ausgestaltung befinde sich aber derzeit noch in der Planung. Auch Rewe, zweitgrößter Lebensmitteleinzelhändler nach Edeka, bestätigte, dass die günstigeren Steuersätze an die Kunden weitergegeben werden sollen. AgE


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