Minsk verhängt Exportverbot für Getreide

Die Regierung von Weißrussland hat ein Exportverbot für Getreide und Rapssaat verhängt. Der Ausfuhrstopp tritt heute in Kraft und soll für sechs Monate gelten. Betroffen sind Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, Buchweizen, Hirse, Triticale, sonstiges Getreide und Rapssaat. Nach Angaben des stellvertretenden Premierministers Alexander Subbotin soll mit dieser Maßnahme die Versorgung des heimischen Marktes gesichert werden.
Am 19. Juli hatte Weißrussland bereits ein vorübergehendes Exportverbot für Weizenmehl und Buchweizen beschlossen. Dieses gilt für Mehle aus Weizen und Dinkel, grob gemahlenen Buchweizen, getrockneten Buchweizen sowie Fertigprodukte aus Buchweizen. Nicht unter die beiden Ausfuhrverbote fallen laut Regierung Lieferungen ins Ausland, die für humanitäre Hilfe vorgesehen sind. Ebenfalls nicht betroffen ist der internationale Warentransitverkehr, der außerhalb des Zollgebiets der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) beginnt und endet.

Auch Kasachstan tritt beim Getreideexport jetzt auf die Bremse. Landwirtschaftsminister Jerbol Karaschukejew kündigte an, dass es ab dem 1. September 2021 eine Ausfuhrquote für einige Getreidearten geben solle, und zwar unter anderem für Weichweizen, Gerste, Mehl. Diese Regelung solle drei Monate gelten und am 1. Dezember auslaufen. Dem Minister zufolge wird die Höhe der Quoten für die einzelne Getreidearten derzeit noch berechnet und soll rechtzeitig bekanntgegeben werden.

Darüber hinaus stoppte Kasachstan bereits am Montag vorübergehend die Ausfuhr von Raufutter wie Heu und Silage, aber auch Hafer und Roggen. Diese Maßnahme gilt für sechs Monate bis zum 23. Februar 2022. AgE


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