Mehr als 2 000 Virusnachweise im Wildschweinbestand

Die Zahl der nachweislich mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweine in Deutschland hat die Marke von 2 000 überschritten. Laut Daten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) gab es bis bisher 2 013 Nachweise bei Wildschweinen, drei in Hausschweinehaltungen. Allein gestern wurden im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße 16 neue ASP-Fälle gemeldet, zudem jeweils zwei im Kreis Barnim und in der Stadt Frankfurt/Oder. Seit dem ersten Auftreten der Tierseuche am 10. September 2020 wurden in Brandenburg 1 586 ASP-Ausbrüche festgestellt, in Sachsen waren es 430.
Leichte Entwarnung gibt es allerdings bei den bisher betroffenen Hausschweinebeständen in Brandenburg. Wie das dort zuständige Sozialministerium gestern mitteilte, wurden die beiden Sperrzonen III in den Kreisen Märkisch-Oderland und Spree-Neiße aufgehoben. "Die Auflösung der Sperrzonen III ist eine gute Nachricht für die schweinehaltenden Betriebe in den betroffenen Gebieten. Damit erleichtert sich wieder die Vermarktung der Schweine aus dieser Region", erklärte die Leiterin des Brandenburger ASP-Krisenstabes, Anna Heyer-Stuffer. Ihr zufolge haben die Untersuchungen der umliegenden Schweinebestände ergeben, dass keine Verschleppung der Tierseuche stattgefunden hat.

Erfolge im Kampf gegen die ASP konnten diese Woche die Philippinen vermelden. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums wurden seit dem ersten Auftreten der Tierseuche Mitte 2019 in fast 3 000 Gemeinden und Städten ASP-Fälle in Schweinebeständen festgestellt. Aktuell sei das Virus laut den ausgewerteten Blutproben nur noch in 24 Gemeinden oder weniger als 1 % der bisher betroffenen Städte aktiv. In 484 Dörfern oder Stadtteilen habe es seit drei Monaten keine Nachweise in den Haltungen mehr gegeben, in weiteren 410 Gemeinden seit mehr als sechs Monaten. "Aufgrund strengerer Überwachungs- und Biosicherheitsmaßnahmen und den starken Partnerschaften mit den örtlichen Behörden, den Schweinezüchtern und dem Privatsektor gewinnen wir allmählich den Kampf gegen die ASP", erklärte der zuständige Staatssekretär im Ministerium, Dr. William Medrano. AgE


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