Klöckner legt "Ackerbaustrategie 2035" vor

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat gestern die "Ackerbaustrategie 2035" vorgestellt. Wie die Ressortchefin mit Verweis auf die nach erster amtlicher Schätzung unterdurchschnittliche Getreideernte 2021 erklärte, soll die Strategie auch ein weiterer wichtiger Baustein bei der notwendigen Klimaanpassung der Landwirtschaft sein. "Wir bringen damit mehr Klimaschutz in den Boden und auf die Felder. So machen wir die Landwirtschaft in Deutschland nachhaltiger und ressourcenschonender", so die Ministerin. Gleichzeitig blieben Erträge und Einkommen der Landwirte stabil, so dass auch in Zukunft flächendeckend regionale Lebensmittel angebaut werden könnten.

Klöckner zufolge hat ihr Haus gemeinsam mit der Wissenschaft zwölf Handlungsfelder identifiziert. Für jedes Handlungsfeld seien Maßnahmen zur Umsetzung beschrieben, die gemeinsam mit insgesamt rund 1 000 Landwirtinnen und Landwirten diskutiert worden seien. Laut Prof. Jörg Michael Greef, dem Leiter des Instituts für Pflanzenbau und Bodenkunde vom Julius Kühn-Institut (JKI), flossen insgesamt rund 4 000 Anmerkungen in die Strategie ein, die mehr als 60 Einzelmaßnahmen umfasst.

Als Handlungsfelder listet das Strategiepapier unter anderem die Stärkung des Bodenschutzes und der Bodenfruchtbarkeit auf. Außerdem geht es um die Erhöhung der Kulturpflanzenvielfalt durch erweiterte Fruchtfolgen, die Verbesserung der Düngeeffizienz, die Intensivierung des integrierten Pflanzenschutzes und die Stärkung der Züchtung von klimaangepassten und widerstandsfähigen Pflanzen. Hier sprach sich die Ministerin auch für die Nutzung von Verfahren wie Crispr/CAS aus.

Darüber hinaus sieht das Papier vor, die Digitalisierung in der Landwirtschaft voranzutreiben. Klöckner betonte in dem Zusammenhang die Bedeutung des Precision Farming. Zudem sollte die Biodiversität gestärkt und klimaangepasste Anbaukonzepte entwickelt werden. Die Landwirtschaft müsse sich an den Klimawandel anpassen, unter anderem durch eine entsprechende Arten- und Sortenwahl und veränderte Anbausysteme. Ferner gehe es darum, die Bildung und Beratung der Landwirte zu stärken und die Wertschätzung der Gesellschaft für Landwirtinnen und Landwirte zu erhöhen, sagte die Ministerin. AgE


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