Investitionsbereitschaft der Milcherzeuger deutlich gestiegen

Die Investitionsbereitschaft der niederländischen Milcherzeuger hat 2021 spürbar zugenommen. Fast 20 % wollten zuletzt in ihre Ställe investieren, wie aus einer Umfrage hervorgeht, die das Marktforschungsunternehmen AgriDirect in Roggel unter 4 000 Bauern im Frühjahr 2021 durchgeführt hat. In den beiden Vorjahren hatten die betreffenden Anteile bei jeweils nur etwa 15 % gelegen.
Wie AgriDirect mit Blick auf die aktuellen Umfrageergebnisse im Einzelnen berichtete, planten 10 % der niederländischen Milcherzeuger Renovierungsarbeiten, während 7 % neue Stallgebäude errichten wollten. Außerdem gaben 3 % an, die Nachhaltigkeit ihrer Ställe verbessern zu wollen.

Den Roggeler Experten zufolge wollten 40 % der investitionswilligen Milcherzeuger die Stalldächer erneuern. Zudem gaben jeweils 32 % an, in den Stallboden und in die Stalleinrichtung investieren zu wollen. Außerdem standen bei 8 % Ausgaben für die Fassade an. Hierbei waren Mehrfachnennungen möglich.

Nach den Erkenntnissen der Marktforscher hatten 10 % der investitionswilligen Milchviehhalter die betreffenden Arbeiten zur Zeit der Umfrage bereits in Auftrag gegeben. Derweil wollten 18 % der Bauern in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres investieren und 22 % im kommenden Jahr. Außerdem gaben etwa 9 % der Landwirte 2023 als Planungshorizont an. Dagegen hatten 29 % noch keine genaue Zeitplanung.

Das niederländische Statistikamt (CBS) bezifferte die Zahl der Milchviehbetriebe im eigenen Land mit Stand vom 30. Juni 2021 auf 15 260; das waren 470 Betriebe weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Gleichzeitig verringerte sich der niederländische Milchkuhbestand um rund 21 000 Tiere auf 1,572 Millionen Stück. Die durchschnittliche Bestandsgröße erhöhte sich allerdings um zwei Kühe auf 103 Tiere. AgE


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