Erster Fall im Landkreis Uckermark

Ein weiterer Landkreis in Brandenburg ist von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffen. Nach Angaben des Potsdamer Verbraucherschutzministeriums ist das Virus heute bei einem erlegten Frischling in der Uckermark südwestlich von Criewen festgestellt worden. Der Erlegungsort befindet sich östlich des ersten ASP-Schutzzaunes zu Polen rund 300 m von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Mit dem neuen Fund besteht nunmehr kein nennenswerter Puffer mehr zwischen den brandenburgischen Infektionsgebieten und dem südlichen Vorpommern. Der Landkreis Uckermark habe die erforderlichen Krisenstrukturen aktiviert und die notwendigen Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet, teilte das Ressort mit. Priorität habe jetzt die flächenhafte Fallwildsuche westlich des ASP-Schutzzaunes, um eine eventuelle Ausbreitung der Tierseuche frühzeitig zu erkennen.
Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher zeigte sich erleichtert darüber, dass das Land bereits mit dem Bau des zweiten festen Zauns entlang der Grenze begonnen hat, um einen Schutzkorridor an Oder und Neiße zu errichten. Sie verurteilte jedoch die regelmäßigen Diebstähle von Batterien an Elektrozäunen, ganzen Toren oder Zaunelementen. "Dies schadet uns allen und ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat", stellte Nonnemacher klar. Sie rief auch alle Angler, Spaziergänger oder Radfahrer auf, die installierten Tore in den Zäunen zu nutzen und nach dem Durchgang unbedingt wieder zu verschließen. Die ASP könne nur eingedämmt werden, wenn alle dabei mithelfen, so die Ministerin.

Der Präsident des Landesbauernverbandes (LBV), Henrik Wendorff, reagierte nicht überrascht auf den Fund in der Uckermark. Dieser zeige einmal mehr, wie hoch der Seuchendruck aus Polen nach wie vor sei, erklärte Wendorff. Er drängte deshalb erneut auf intensivierte Baumaßnahmen für den zweiten Schutzzaun. Darüber hinaus müsse die Wildschweinbejagung nicht nur in Ostbrandenburg, sondern landesweit forciert werden, forderte der LBV-Präsident. AgE


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