Tierseuchen bereiten den Tierhaltern Sorgen

Verschiedene Tierseuchen haben Polen weiter fest im Griff. Die Oberste Veterinärbehörde bestätigte zu Wochenbeginn weitere Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in landwirtschaftlichen Betrieben. Betroffen waren zuletzt Bestände in den Woiwodschaften Karpatenvorland und Großpolen. Im Kreis Mielec im Karpatenvorland mussten innerhalb kurzer Zeit vier Bestände zwischen 22 und 353 Tieren gekeult werden, in Großpolen wurden in einem Betrieb 280 Schweine notgetötet. Damit sind seit Jahresbeginn 48 Ausbrüche der Seuche in polnischen Schweinebeständen verzeichnet worden.

Unterdessen hat es nach längerer Pause auch wieder einen Fall der hochpathogenen Influenza-Virus-Infektion (HPAI) in einer polnischen Geflügelhaltung gegeben. Dabei handelte es sich laut Medienberichten um den ersten Ausbruch seit drei Monaten. Dieser habe sich in einem Legehennenbetrieb mit rund 50 000 Tieren in der Gemeinde Żuromin in der Wojewodschaft Masowien ereignet. Auch hier wurde der gesamte Bestand im Rahmen der seuchenrechtlichen Vorschriften gekeult.

Gleichzeitig greift in Masowien auch die Tollwut um sich. Nach Auskunft der zuständigen Veterinärbehörde sind in der Region in den vergangenen Wochen bereits 40 Fälle dieser Krankheit bei Füchsen, Marderhunden und Fledermäusen festgestellt worden. In dem Gebiet sind deshalb Veranstaltungen mit gefährdeten Nutz- und Haustieren untersagt worden. Auch die Jagd wurde bis auf die unverändert laufende Bejagung des Wildschweinbestandes vorläufig eingeschränkt. Zudem raten die Ämter zur Impfung von Katzen und Hunden. AgE


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