Weniger Rind- und Schweinefleisch erzeugt

Der seit einigen Jahren anhaltende Rückgang der Rind- und Schweinefleischerzeugung in Deutschland hat sich im ersten Halbjahr 2021 weiter fortgesetzt. Wie aus vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht, lag die Zahl der Rinderschlachtungen mit knapp 1,59 Millionen Stück zwar um 0,1 % über dem Niveau des ersten Halbjahres 2020, doch ging das daraus resultierende Fleischaufkommen um 0,5 % auf 524 560 t zurück. Bei den Schweinen kamen 26,13 Millionen Tiere an die Haken; damit wurden 672 000 Tiere oder 2,5 % weniger zerlegt. Die Schweinefleischproduktion sank im Halbjahresvergleich mit 1,2 % auf 2,53 Mio t nur halb so stark.

Die geringere Fleischerzeugung im Rindersektor war eindeutig auf das kleinere Schlachtviehangebot bei Ochsen und Bullen zurückzuführen. Den Wiesbadener Statistikern zufolge wurden 599 200 dieser Tiere an die Schlachthöfe geliefert; das waren 3,0 % weniger als von Januar bis Juni 2020. Die dazugehörige Fleischerzeugung sank wegen geringerer Gewichte sogar um 3,9 % auf 240 660 t. Dagegen nahm das Angebot weiblicher Schlachttiere zu, und zwar bei Kühen um 1,5 % auf 530 780 Stück und bei Färsen um 5,0 % auf 289 900 Tiere. Etwa im gleichen Maße erhöhte sich das jeweilige Fleischaufkommen. Bei den Kälbern und Jungrindern gingen zwar die Schlachtungen um 0,8 % auf 165 165 Stück zurück, doch die Fleischerzeugung wuchs um 0,8 % auf 24 710 t.

Bei den Schweinen war der Rückgang der Schlachtungen ausschließlich auf das deutlich geringere Angebot von Tieren aus dem Ausland zurückzuführen. Dieses fiel mit 610 870 Stück um fast 895 000 Stück oder 59,4 % geringer aus als im ersten Halbjahr 2020. Dagegen kamen etwas mehr Tiere aus den heimischen Ställen an die Haken der Schlachter. Das inländische Angebot lag mit 25,52 Millionen Stück um 222 950 Tiere oder 0,9 % über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Im Jahresverlauf ist der Rückstand der Schweineschlachtungen zu 2020 stetig geringer geworden; im Juni übertraf das Schlachtaufkommen erstmals das des Vorjahresmonats. Allerdings hatte im Juni 2020 Deutschlands größter Schlachter Tönnies coronabedingt sein Werk in Rheda-Wiedenbrück schließen müssen. AgE


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